Champagne Bonnet-Ponson

Champagne Bonnet-Ponson

Das Champagnerhaus Bonnet-Ponson ist ein tolles Beispiel für den Aufbruch in der Champagne, der vor einigen Jahren eingeleitet wurde. Es gibt zur Zeit in der Champagne so viel zu entdecken: Stilistiken, Techniken, Persönlichkeiten und einfach geniale Champagnererlebnisse.

Die Champagner von Bonnet Ponson sind einer wahrer Geheimtipp für Menschen, die den klaren, schlanken Champagner mit Spannung und Mineralität lieben. 2013 stieg der junge Cyrill Bonnet ins elterliche Weingut ein und schlug einen ganz eigenen Weg ein. Das Weingut ist in Chamery, in der Montage de Reims gelegen. Die als Premier Cru klassifizierten Lagen im Heimatort sind zu etwa je einem Drittel mit Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir bepflanzt. 2016 wurde die rare Rebsorte Petit Meslier auf einem kleinen Weinberg angepflanzt. Ein Juwel im Lagenportfolio sind die Grand Crus in Verzenay. Der Ausbau der Grundweine erfolgt zu 30% in kleinen Holzfässern und zu 70% im Edelstahltank.

Hier entstehen sehr präzise Champagner, die sehr wenig Dosage haben und deren Stil ich zwischen Askese und funkelnden Sternen verorten würde. Ungemein animierend mit vielen Facetten und pointierten Nuancen! Der richtige Champagner, um einen schönen Abend zu beginnen.


„Methode perpetuelle“

Viele größere Champagnerhäuser verarbeiten Reserveweine in ihren Cuvées, sie verschneiden also reifere ältere Weine mit jüngeren, um eine gewisse Komplexität und Harmonie zu fördern. Reserveweine bereichern die Champagner mit ihren Reifenoten und können zusammen mit den fruchtbetonten frischen Partien eine spannende Kombination herstellen.

Kleinere Häuser haben häufig nicht die Kapazitäten, Reserveweine zu lagern. So entstand die Idee, die Fässer mit reiferen Weinen im Keller mit frischen jungen Weinen immer wieder aufzufüllen, so dass über die Jahre ein spannender Mix aus verschiedenen Jahrgängen entsteht. Das Verfahren ist angelehnt an das Solera System aus dem Sherry Gebiet, wo die verschiedenen Fässer im Fassstapel miteinander verbunden sind und aus der untersten Fassreihe (solera = am Boden liegend) der Wein abgefüllt wird um dann aus den oberen, stets mit jungem Wein aufgefüllten Fässern, die unteren Fässer wieder auffüllen und sich so alle Fässer vermischen.

Dieses Verfahren benutzen mittlerweile einige Champagnerwinzer mit großem Erfolg.

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