Domaine Fourrier

Domaine Fourrier

Die Domaine Fourrier aus Gevrey-Chambertin ist hat sich besonders in den letzten 10 Jahren zu einer der auch international extrem gesuchten Domainen im Burgund entwickelt. Jean-Marie Fourrier ist ein bodenständiger und ruhiger Typ, der in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, eine ganz eigene Handschrift entwickelte. Dies geschah gerade dann, als im Burgund und besonders in Gevrey-Chambertin die überextrahierten und von amerikanischen Journalisten geforderten dunklen Pinot Noirs in Mode kamen. Fourrier-Weine sind fein und elegant, wenig neues Holz, keine Rappen in der Gärung, wenig Extraktion, sie sind von enormer Frucht getragen und haben eine ganz eigenständige, fast möchte ich sagen fragil weibliche Natur (was in Zeiten gendergerechter Sprache ein Wagnis ist).  Stilistisch unterscheiden sie sich die Weine von Jean-Marie Fourrier sehr von denen der Domaine Armand Rousseau; die Frucht in den Fourrier-Weinen hat eine vielschichtige Aromatik und ist weniger emporströmend.

Jean-Marie Fourrier arbeitete einst für Henry Jayer, wenngleich er das überhaupt nicht herausstellt. Sind seine Weine von Jayer beeinflusst? Die relativ schonende Kaltmazeration zu Beginn der Cuvaison ist sicherlich durch Jayer inspiriert. Fourrier hat aber seine Vinifikation weiter entwickelt. Er führt weniger Soutirage durch während des Ausbaus, der Wein wird also weniger häufig aus dem Fass genommen, um das Sediment zu entfernen. Er behält so etwas mehr CO2 in den Weinen, was Jean-Marie Fourrier bewusst anstrebt. Die Kohlensäure (in kleinen Mengen) fördert die Fruchtexpression in seinen Weinen und gibt ihnen einen besseren Schutz mit, wenn sie abgefüllt sind.

Man kann sich glücklich schätzen, Weine von Fourrier zu bekommen, die Nachfrage ist enorm hoch. Die Superstars unter seinen Crus sind der Griotte-Chambertin und der Clos St. Jacques, jedoch zaubert Fourrier aus seinen teilweise uralten Rebbeständen bereits im Village-Bereich große Genusserlebnisse.

Möglicherweise sind Sie verwundert, weil auf den Etiketten anstelle des oft üblichen "Vieilles Vignes" nur "Vieille Vigne" zu lesen steht. Die Rebanpflanzungen der Domaine reichen bis in das Jahr 1910 zurück, so dass quasi das gesamte Rebgut von beträchtlicher gerontologischer Tiefe zeugt.


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